hr Fahrzeug zieht beim Bremsen deutlich zur Seite oder die Bremsanlage lässt sich an einem oder mehreren Rädern nicht richtig entlüften? Gleichzeitig ist im ABS- oder ESP-Steuergerät kein Fehler gespeichert? Dann kann ein rein mechanischer Defekt im ABS-Hydraulikblock vorliegen.
Bei diesem Fehlerbild funktioniert die hydraulische Verteilung des Bremsdrucks innerhalb des ABS-Aggregats nicht mehr ordnungsgemäß. Da nicht die Elektronik, sondern die Mechanik im Hydraulikblock betroffen ist, wird häufig kein Fehlercode im ABS-Steuergerät abgelegt.
Der Fehler tritt besonders häufig bei Fahrzeugen von Opel und Ford auf. Grundsätzlich können jedoch auch zahlreiche weitere Fahrzeughersteller und Modelle betroffen sein.
Typische Symptome eines defekten ABS-Hydraulikblocks
Ein mechanischer Fehler im ABS-Hydraulikblock kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Das Fahrzeug zieht beim Bremsen nach links oder rechts
- Die Bremsanlage lässt sich nicht vollständig entlüften
- An einem oder mehreren Bremssätteln kommt keine Bremsflüssigkeit an
- In einem Bremskreis lässt sich kein ausreichender Bremsdruck aufbauen
- Der Bremsdruck wird an einem Rad nicht richtig abgebaut
- Die Bremswirkung ist auf beiden Fahrzeugseiten unterschiedlich
- Ein Rad bremst stärker oder schwächer als die anderen Räder
- Im ABS- oder ESP-Steuergerät ist kein Fehler gespeichert
- Die ABS- und ESP-Warnleuchten bleiben möglicherweise ausgeschaltet
Gerade die Kombination aus ungleichmäßiger Bremswirkung und einem leeren Fehlerspeicher deutet darauf hin, dass kein elektronischer, sondern ein hydraulischer beziehungsweise mechanischer Defekt vorliegt.
Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
Zieht das Fahrzeug beim Bremsen deutlich nach links oder rechts, wird der Bremsdruck möglicherweise nicht gleichmäßig auf die einzelnen Räder verteilt.
Eine Werkstatt prüft in diesem Fall normalerweise zunächst:
- Bremssättel
- Bremsschläuche
- Bremsleitungen
- Bremsbeläge und Bremsscheiben
- Hauptbremszylinder
- Bremsflüssigkeit
- mechanische Bauteile der Radbremse
Sind diese Komponenten in Ordnung, kann die Ursache im ABS- beziehungsweise ESP-Hydraulikblock liegen. Innerhalb des Hydraulikblocks können mechanische Komponenten oder hydraulische Kanäle den Bremsdruck nicht mehr korrekt weiterleiten beziehungsweise abbauen.
Dadurch entsteht eine unterschiedliche Bremswirkung zwischen der linken und rechten Fahrzeugseite. Das Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite, obwohl im ABS-Steuergerät kein Fehlercode vorhanden ist.
Bremsanlage lässt sich nicht entlüften
Ein weiteres häufiges Symptom ist eine Bremsanlage, die sich trotz korrekter Vorgehensweise nicht vollständig entlüften lässt.
Dabei kann es beispielsweise vorkommen, dass:
- an einem Bremssattel keine Bremsflüssigkeit austritt
- an einem Rad nur sehr wenig Bremsflüssigkeit ankommt
- kein ausreichender Bremsdruck aufgebaut wird
- sich Luft aus einem Bremskreis nicht entfernen lässt
- das Bremspedal trotz mehrfacher Entlüftung weich bleibt
Sind Bremsleitungen, Bremsschläuche und Bremssättel frei, kann eine interne Blockierung beziehungsweise mechanische Fehlfunktion im ABS-Hydraulikblock dafür verantwortlich sein.
Die Bremsflüssigkeit kann dann nicht ordnungsgemäß durch die hydraulischen Kanäle des ABS-Aggregats geleitet werden. Eine normale Entlüftung behebt die Ursache in diesem Fall nicht.
Warum ist kein Fehler im ABS-Steuergerät gespeichert?
Das ABS-Steuergerät überwacht hauptsächlich elektrische Signale, Sensoren, Ventilansteuerungen und die Kommunikation mit anderen Steuergeräten.
Bei dem hier beschriebenen Fehler ist die Elektronik jedoch nicht die eigentliche Ursache. Der Defekt befindet sich im mechanischen beziehungsweise hydraulischen Bereich des ABS-Hydraulikblocks.
Das Steuergerät erkennt möglicherweise weiterhin:
- korrekte elektrische Widerstände
- funktionierende Anschlüsse
- plausible Sensorsignale
- eine störungsfreie Kommunikation
Trotzdem wird der Bremsdruck innerhalb des Hydraulikblocks nicht richtig verteilt. Aus diesem Grund kann der Fehlerspeicher vollständig leer bleiben.
Ein fehlender Fehlercode bedeutet daher nicht automatisch, dass das ABS-Aggregat technisch einwandfrei funktioniert.
Rein mechanischer Fehler im ABS-Hydraulikblock
Bei diesem Fehlerbild ist nicht das elektronische ABS-Steuergerät defekt. Die Ursache liegt im hydraulischen beziehungsweise mechanischen Teil des ABS-Aggregats.
Eine Reparatur des elektronischen Steuergeräts würde den Bremsdruckfehler deshalb nicht beheben.
Entscheidend ist eine gezielte Reparatur des ABS-Hydraulikblocks. Dabei wird der hydraulische Fehlerbereich geprüft und instand gesetzt.
Typische Suchbegriffe für dieses Problem sind:
- ABS-Hydraulikblock defekt
- ABS-Hydraulikblock reparieren
- Bremsdruckfehler ohne Fehlercode
- Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
- Bremse lässt sich nicht entlüften
- keine Bremsflüssigkeit am Bremssattel
- Bremsdruck baut sich nicht auf
- Bremsdruck baut sich nicht ab
- ABS-Steuergerät kein Fehler gespeichert
- mechanischer Fehler ABS-Aggregat
- Opel ABS-Hydraulikblock Reparatur
- Ford ABS-Hydraulikblock Reparatur
Häufig bei Opel und Ford – aber nicht nur
Der mechanische Bremsdruckfehler tritt nach unserer Erfahrung besonders häufig bei verschiedenen Fahrzeugen von Opel und Ford auf.
Das Problem ist jedoch nicht auf diese beiden Marken beschränkt. Auch ABS-Hydraulikblöcke anderer Fahrzeughersteller können von vergleichbaren mechanischen oder hydraulischen Fehlern betroffen sein.
Entscheidend sind daher nicht nur Fahrzeugmarke und Modell, sondern vor allem:
- Teilenummer des ABS-Aggregats
- Hersteller des Hydraulikblocks
- Ausführung des ABS- und ESP-Systems
- genaues Fehlerbild
- Ergebnis der hydraulischen Prüfung
- Verhalten der einzelnen Bremskreise
Bei Unsicherheiten sollte die Teilenummer des ABS-Hydraulikblocks vor der Bestellung mit dem jeweiligen Reparaturangebot abgeglichen werden.
Wie wird der Fehler richtig diagnostiziert?
Da im ABS-Steuergerät häufig kein Fehler gespeichert ist, reicht das Auslesen des Fehlerspeichers für eine zuverlässige Diagnose nicht aus.
Die Werkstatt sollte die Bremsanlage mechanisch und hydraulisch prüfen. Dazu gehören insbesondere:
- Prüfung der Bremswirkung an allen Rädern
- Vergleich der Bremskräfte
- Kontrolle der Bremssättel
- Prüfung der Bremsschläuche und Bremsleitungen
- Kontrolle des Bremsflüssigkeitsflusses
- Prüfung des Druckaufbaus und Druckabbaus
- fachgerechte Entlüftung der Bremsanlage
- Ausschluss eines Defekts am Hauptbremszylinder
- Prüfung des ABS-Hydraulikblocks
Erst wenn andere mechanische Ursachen ausgeschlossen wurden, lässt sich der ABS-Hydraulikblock als Fehlerquelle eindeutig eingrenzen.
Ist der ABS-Bremsdruckfehler reparabel?
Ja, dieser mechanische Defekt im ABS- beziehungsweise ESP-Hydraulikblock ist reparabel.
Bei Compramas wird der eingesendete Original-Hydraulikblock geprüft und der beschriebene hydraulische Fehlerbereich instand gesetzt. Sie erhalten anschließend Ihr eigenes repariertes ABS-Aggregat zurück.
Eine Austauschmöglichkeit besteht bei diesem Fehlerbild nicht. Angeboten wird ausschließlich die Reparatur des eingesendeten ABS-Hydraulikblocks.
Ablauf der ABS-Hydraulikblock-Reparatur
1. Passende Reparatur bestellen
Wählen Sie das zu Ihrem Fahrzeug, ABS-Aggregat und Fehlerbild passende Reparaturangebot aus.
Achten Sie dabei besonders auf:
- Fahrzeughersteller
- Fahrzeugmodell
- Baujahr
- Teilenummer des ABS-Aggregats
- Hersteller des Hydraulikblocks
- genaues hydraulisches Fehlerbild
2. ABS-Aggregat ausbauen lassen
Der Ausbau des ABS- beziehungsweise ESP-Hydraulikblocks sollte durch eine qualifizierte Fachwerkstatt erfolgen.
Da es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil der Bremsanlage handelt, dürfen Ausbau, Einbau und anschließende Entlüftung nur fachgerecht durchgeführt werden.
3. Auftragsunterlagen beilegen
Legen Sie dem Paket die vollständigen Auftragsdokumente und eine genaue Fehlerbeschreibung bei.
Eine hilfreiche Fehlerbeschreibung wäre beispielsweise:
„Das Fahrzeug zieht beim Bremsen nach rechts. Die Bremse vorne links lässt sich nicht entlüften. An diesem Bremssattel kommt keine Bremsflüssigkeit an. Im ABS-Steuergerät ist kein Fehler gespeichert.“
4. Hydraulikblock sicher versenden
Verpacken Sie das ABS-Aggregat stabil und ausreichend gepolstert. Verschließen beziehungsweise schützen Sie die hydraulischen Anschlüsse, damit keine Verschmutzungen oder Fremdkörper in den Hydraulikblock gelangen.
5. Prüfung und Reparatur
Nach dem Eingang wird das ABS-Aggregat dem Auftrag zugeordnet und der beschriebene hydraulische Fehlerbereich geprüft und repariert.
6. Wiedereinbau und Entlüftung
Nach der Reparatur wird Ihr eigenes ABS-Aggregat zurückgesendet. Der Wiedereinbau und die vollständige Entlüftung der Bremsanlage müssen durch eine Fachwerkstatt erfolgen.
Je nach Fahrzeug kann für die Entlüftung zusätzlich ein geeignetes Diagnosegerät erforderlich sein.
Häufige Fragen zum ABS-Bremsdruckfehler
Kann der ABS-Hydraulikblock defekt sein, obwohl kein Fehlercode gespeichert ist?
Ja. Da es sich um einen mechanischen beziehungsweise hydraulischen Fehler handelt, kann der Fehlerspeicher des ABS-Steuergeräts vollständig leer bleiben.
Warum zieht das Fahrzeug beim Bremsen zur Seite?
Der Bremsdruck wird möglicherweise nicht gleichmäßig auf beide Fahrzeugseiten verteilt. Ursache kann eine mechanische Fehlfunktion innerhalb des ABS-Hydraulikblocks sein.
Warum lässt sich die Bremse nicht entlüften?
Eine interne Blockierung oder hydraulische Fehlfunktion im ABS-Aggregat kann verhindern, dass die Bremsflüssigkeit den jeweiligen Bremskreis oder Bremssattel ordnungsgemäß erreicht.
Muss das ABS-Steuergerät repariert werden?
Nein. Bei diesem Fehlerbild liegt der Defekt nicht im elektronischen Steuergerät, sondern im mechanischen beziehungsweise hydraulischen Bereich des ABS-Hydraulikblocks.
Gibt es ein Austauschgerät?
Nein. Für diesen Fehler bieten wir keine Austauschmöglichkeit an. Der vorhandene ABS-Hydraulikblock muss zur Reparatur eingesendet werden.
ABS-Hydraulikblock bei Compramas reparieren lassen
Compramas ist seit 2007 auf die Reparatur von Kfz-Elektronik, ABS-Aggregaten und ABS-Hydraulikblöcken spezialisiert.
Bei Fehlerbildern wie:
- Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
- Bremsanlage lässt sich nicht entlüften
- keine Bremsflüssigkeit am Bremssattel
- Bremsdruck wird nicht aufgebaut
- Bremsdruck wird nicht abgebaut
- kein Fehler im ABS-Steuergerät gespeichert
- mechanischer Defekt im ABS-Hydraulikblock
kann eine fachgerechte ABS-Hydraulikblock-Reparatur den teuren Austausch des vollständigen ABS-Aggregats vermeiden.
Bei Fragen zur Reparatur, zum Ausbau oder zur Einsendung erreichen Sie uns telefonisch unter:
05671 / 7664710